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Vor fünf Jahren starteten der Verein Milser Matschgerer und Westcam das erste Projekt um moderne Technologien mit traditioneller Kunst zu vereinen. Es wurde erstmals eine Maske mit einem 3D Scanner eingescannt und anschließend in der Fertigungstechnik als übergroßes Objekt gefräst. Die Maske wird seither bei Veranstaltungen und Umzügen ausgestellt.
In den letzten Jahren wurden weitere Masken und Figuren in Verbindung mit den Milser Matschgerer digitalisiert. Durch die gewonnenen Daten wurden detailgenaue Kopien gefräst. Auch Änderungen oder Erweiterungen an den Modellen sind so ganz einfach möglich. „Vor allem die Archivierung der digitalisierten Masken und Figuren ist uns sehr wichtig. Mit den bisher gewonnenen Daten können traditionelle Kunstgegenstände für die Zukunft gesichert werden“, so Norbert Mühlburger, Firmeninhaber und Gründer von Westcam.
Bei den bisherigen Projekten war es lediglich möglich, die Geometrie der einzelnen Modelle zu erfassen. Das heißt, es wurde eine hochgenaue Kopie des Modells in schwarz-weiß erstellt. Die Weiterentwicklung der Technologien ermöglicht es nun, zu der detailgenauen Erfassung der Modelle auch alle Farbinformationen mit aufzunehmen. „Durch diese Weiterentwicklung können wir das bestehende Archiv mit detail- und farbgenauen Daten, ohne notwendige Oberflächenvorbereitung, der Masken und Figuren aus der Volkskunst erweitern“ freut sich Norbert Mühlburger.
Technologien, die hauptsächlich in der Automobil- und Luftfahrtindustrie eingesetzt werden, können auch ideal zur Digitalisierung von Kunstgegenständen genutzt werden. Neben den Masken und Figuren der Milser Matschgerer wurden auch bereits alte Masken aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien digitalisiert und archiviert. |